Die alternativmedizinische Handarbeit

Etymologisch stammt der Begriff Chiropraktik aus dem Altgriechischen und setzt sich aus „cheir“ für Hand und aus „praxis“ für Tätigkeit zusammen. Chiropraktiker sind Vertreter der Heilberufe und befassen sich mit den Strukturen und Funktionen des menschlichen Körpers. Der Ursprung dieser von Daniel David Palmer begründeten Heilpraxis geht in das 19.Jahrhundert zurück. Palmer argumentierte schon damals, dass viele nicht-orthopädische Beschwerden aufgrund einer Fehlstellung der Wirbelsäule entstehen. Mit dem Pastor Gustav A. Zimmer gelangte die Chiropraktik 1927 nach Deutschland. In Folge des Heilpraktikergesetzes, muss heutzutage ein deutscher Chiropraktiker entweder Arzt oder Heilpraktiker sein. Seine Aufgabe besteht darin bei neuromuskulären Bewegungsstörungen, vor allem bei Rückenschmerzen, Justierungen anzuwenden, um so die Beschwerden zu lindern und eine freie Fortbewegung wieder einzuleiten. Durch gezieltes Eingreifen hilft der Chiropraktiker seinen Patienten dabei, sich selbst zu heilen, sofern der Schaden noch umkehrbar ist. Aus diesem Grund sei auf eine frühzeitige Behandlung hingewiesen. Ein aufrechter Gang unterscheidet Menschen von anderen Wirbeltieren, weshalb die Wirbelsäule starken Belastungen gegenüber steht. Diese Belastungen fallen bei fehlerhafter Körperhaltung noch stärker aus. Die Tätigkeiten eines Chiropraktikers sind vielfältig. Nicht nur Rückenschmerzen bewirken eine Schwäche im Bewegungsapparat, sondern das gesamte menschliche Nervensystem steht hiermit im Zusammenhang. Fachliche Kenntnisse der Neurologie und der Biomechanik gehören deshalb zum Wissen eines Chiropraktikers.